Kronach. – Die Loewe AG, Kronach, hat 78,7 % der Aktien der MacroSystem Digital Video AG, Wetter (Ruhr) übernommen. Voraussetzung für den Erwerb der in Planinsolvenz befindlichen Gesellschaft war unter anderem die Zustimmung der Gläubigerversammlung und die Bestätigung des Insolvenzplans durch das Insolvenzgericht. Der Kaufpreis liegt im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Die Gründer des Unternehmens halten zukünftig noch eine Minderheitsbeteiligung.
Für Loewe wird die MacroSystem Digital Video AG in Zukunft vor allem Auftragsentwicklungen im Softwarebereich übernehmen. Aber auch das eigene Geschäft wird nahtlos weitergeführt werden. “Damit stärken wir unsere Kompetenz bei produktnaher Multimedia-Software und werden auch die Produktion für MacroSystem übernehmen. Loewe baut seine Position als bedeutende Premiummarke für Home Entertainment Systeme in Europa weiter konsequent aus.“, kommentiert Loewe Vorstandsvorsitzender Frieder C. Löhrer den Einstieg bei der MacroSystem Digital Video AG. Und Finanzvorstand Oliver Seidl ergänzt: „Durch die Planinsolvenz von MacroSystem hatten wir die große Chance, das Unternehmen optimal auf die Anforderungen der multimedialen Zukunft und die Zusammenarbeit mit Loewe auszurichten.“ MacroSystem hat in den letzten Jahren systematisch das Geschäftsfeld Home Entertainment mit innovativen Produktlösungen insbesondere bei Blu-Ray/ Festplatten-Recordern für digitales Fernsehen aufgebaut. Dieses Know-how wird Loewe insbesondere für sehr leistungsstarke und individualisierbare elektronische Programmführer, aber auch für die einfache Bearbeitung und Archivierung von Video-, Audio- und Bilddateien nutzen. Zudem liefert die Plattform eine sehr gute Basis, um das zukünftige Verschmelzen von Internet- und Fernsehanwendungen weiter voranzutreiben.
Das 1991 gegründete Unternehmen MacroSystem produziert und vertreibt hochwertige Produkte im Bereich der Video- und Schnitttechnik sowie im Bereich Home Entertainment. Es beschäftigt zur Zeit 40 Mitarbeiter und ist sowohl auf dem deutschen Markt als auch international tätig. Der Umsatz der Gesellschaft lag 2009 bei rund 5 Mio. Euro. Die Hälfte der Mitarbeiter sind Hard- und Software-Ingenieure. Sie entwickeln Produkte mit dem Ziel, unterschiedliche digitale Consumer-Electronics-Anwendungen in einem multimedialen Gerät zu verschmelzen – vom Fernseh- und Radioempfang bis hin zu Film-, Foto- und Videoarchiv sowie dem Surfen im Internet. Hier hat das Unternehmen in den letzten Jahren wesentliche Stärken aufgebaut.